Anwendungsmöglichkeiten eines Diodenlasers 810 nm
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Das Wirkungsprinzip des Diodenlasers besteht in der Eigenschaft von infrarotem Licht (810 nm), helle Materie (z.B. nicht pigmentierte Bindehaut und Sklera) zu durchdringen und sich in dunklem Material (z.B. pigmentiertes Epithel des Ziliarkörpers, retinales Pigmentepithel) in Wärme umzuwandeln.
Diese Wärme wirkt in Gewebe koagulierend. Laser mit anderen Wellenlängen wirken schneidend oder gar verdampfend. Die koagulierende Wirkung im Gewebe kann man sich hauptsächlich in zwei Anwendungsgebieten nutzbar machen:

Glaukom-Therapie: Zyklolaserkoagulation

Netzhautchirurgie: Retinopexie durch Laserphotokoagulation

Glaukom-Therapie
Die Glaukomtherapie mit dem Prinzip der Zerstörung der Kammerwasser produzierenden Zellen kann auf 3 verschiedene Arten durchgeführt werden:
1. intravitriale Gentamicin-Injektion
2. Zyclokryotherapie
3. Lasertherapie

Die intravitriale Gentamicin-Injektion geht meistens mit der kompletten Zerstörung und Vernarbung der inneren Augenanteile einher. Dieser Prozess ist mit einer starken, häufig auch lang anhaltenden Uveitis verbunden. Aufgrund der damit verbundenen Schmerzen sollte diese Methode aus meiner Sicht nur in absoluten Ausnahmefällen von Endstatusglaukomen zu Anwendung kommen.

Bei der Kryotherapie wird die Zerstörung der Ziliarkörperepithelzellen durch eine Wiederhohlung von Frier-und-Tau-Zyklen erreicht. Diese Methode hat wesentliche Vorteile gegenüber der Gentamicin-Injektion. Insbesondere besteht die Möglichkeit, daß das Sehvermögen erhalten werden kann. Allerdings muß auch mit einer relativ starken Reaktion gerechnet werden und die dauerhafte drucksenkenende Wirkung nicht immer zufriedenstellend.

Die Laserphotokoagulation hat gegenüber den anderen destuktiven Verfahren die beste Erfolgsrate und die geringsten Nebenwirkungen. Einschränkend muß man hierbei sagen, daß natürlich auch durch das Lasern intraoklulare Blutungen, Uveitis, und Netzhautablösungen verursachen kann. Demgegenüber steht eine recht zuverlässige Drucksenkung.
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Netzhautchirurgie
Die Laseranwendung im Bereich der Netzhautchirurgie ist auch bei partiellen Netzhautablösungen, Retinadysplasievorsorge und Netzhautlöchern möglich. Hier wird ebenfalls die koagulative Wirkung des Laserlichtes genutzt. Allerdings geht es hier nicht um eine destruktive Wirkung, sondern um eine verschweißende Wirkung. Die Netzhaut wird durch Laser-„Schweiß"-Punkte festgeheftet,, um eine weitere oder erneute Ablösung zu verhindern.
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