Bildgebende Verfahren in der Augenheilkunde
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Um Erkrankungen im Bereich der Augen und deren Anhangsorgane mit bildgebenden Verfahren zu diagnostizieren, werden in der Tieraugenheilkunde insbesondere Ultraschall und Röntgen, aber auch Computertomographie und Magnetresonanz-Spektroskopie verwendet.
Die beiden letzteren Verfahren sind insbesondere geeignet, intrakraniale Aufklärung zu erlangen. Hauptsächlich werden in tierärztlichen Praxen aber Röntgen und Ultraschall eingesetzt. Die Möglichkeiten dieser beiden Verfahren möchte ich kurz erläutern.

Röntgen

Ultraschall

Röntgen
Durch Röntgenaufnahmen können insbesondere die knöchernen Strukturen des Schädels in 2 dimensionalem Bild dargestellt werden. Darüber hinaus sind durch Kontrastmittelaufnahmen auch Hohlräume wie Tränennasenkanäle darstellbar. Um gute Schädelaufnahmen machen zu können ist eine exakte Lagerung erforderlich. Daraus ergibt sich in den meisten Fällen die Notwendigkeit einer Narkose. Die Beurteilung der Position einer Veränderung wird durch die Zweidimensionalität erschwert, kann aber durch Aufnahmen in mehreren Ebenen verbessert werden.

Vorteile: steht häufig zur Verfügung, relativ niedrige Kosten
Nachteile: geringe Weichteildifferenzierung (z.B. retrobulbär), nur zwei Dimensionen, Strahlenexposition.
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Ultraschall
Diese Technik erlaubt eine nichtinvasive Darstellung von intraokularem Gewebe und retrobulbären Weichteilen. Das Prinzip ist die Darstellung der unterschiedlichen Abbremsung und Reflexion von hochfrequenten Schallwellen auf einem Bildschirm. Dabei werden verschiedene Modi unterschieden. Der A-scan-Ultraschall ist eine eindimensionale Technik. Die Höhe der Ausschläge der Kurve zeigt die Reflektivität des jeweiligen Gewebes an und die Länge der Kurve entspricht der Reflexionszeit und damit der Eindringtiefe in das Gewebe. Mit dem A-Modus kann man sehr genau intraokulare Distanzen ausmessen, aber auch Gewebe differenzieren. Der B-Modus stellt ein zweidimensionales Schnittbild dar. Dieser Modus ist in der Tiermedizin der meistverwendete Modus zur Darstellung von intraokularen und retrobulbären Veränderungen. Dabei kommen insbesondere 7,5 und 10 MHz-Sonden zum Einsatz. Besondere Ultraschalltechniken, welche bislang noch nicht breiten Einzug in die Veterinärophthalmologie genommen haben, sind der Farbdopplerultraschall und die Hochfrequenzultraschall-Biomikroskopie (30-100 MHz). Letztere Technik erlaubt z.B. die Beurteilung des Kammerwinkels und des Ziliarkörpers, die Dicke der Iris und der Hornhaut.

Vorteile: keine Strahlenbelastung, meistens unter Lokalanästhesie möglich, gute Darstellung von Weichteilgewebe, frei wählbare Schnittebenen
Nachteile: keine knöchernen Strukturen differenzierbar
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