| Herpes bei Katzen |
|
 |
 |
Was ist eine Herpesinfektion?
Symptome
Erneute Infektion - warum?
Behandlung
Was ist eine Herpesinfektion?
Die Herpesvirusinfektion ist eine weitverbreitete
Krankheit der Hauskatzen. Sie wird hervorgerufen durch das feline Herpesvirus
1 (aus der Familie der alpha-Herpesviren), welches von erkrankten Tieren
über Blut, Augen- oder Nasenausfluß auf nicht erkrankte Tiere
übertragen werden kann. Die felinen Herpesviren können nicht
auf den Menschen oder den Hund übertragen werden. Umgekehrt ist eine
Übertragung vom Menschen auf die Katze auch nicht möglich.
Welche Symptome hat eine Katze
mit einer Herpesvirusinfektion?
Die erste Infektion ist meistens gekennzeichnet durch eine Vermehrung
der Viren im Epithel der oberen Atmungswege und in den Bindehäuten
bei jungen und ausgewachsenen Katzen.
Beim ersten Auftreten der Infektion zeigen die Tiere einen vermehrten
wässrigen Ausfluß aus der Nase und aus den Augen. Zusätzlich
niesen sie sehr häufig. Die Bindehäute der Augen sind rötlich
verfärbt und z.T. stark geschwollen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung
wird der anfangs durchsichtige Augenausfluß schleimig bis eitrig.
Bei jungen Katzen kann es nach einer ausgeprägten Herpesinfektion
zu einer Verwachsung der Bindehäute mit der Kornea kommen (Symblepharon).
Trotz einer Vermehrung des Virus in der äußersten Schicht der
Hornhaut zeigen sich dort, bis auf mikroskopisch kleine Narben, zumeist
noch keine klinischen Erscheinungen.
Die Krankheitsdauer beträgt in der Regel 10-14 Tage, hängt
jedoch von der Menge des infizierenden Virus ab.
Nach der Erholung von der ersten Infektion mit einem Herpesvirus bleiben
vermutlich 80 % der Katzen unerkannt infiziert, wobei es bei bis zu 45
% der Katzen zu einer spontanen Reaktivierung der Erkrankung kommt. Diese
Tiere können sowohl Virusausscheider ohne Krankheitssymptome werden
oder sie bilden erneut Symptome aus.
Bei einem erneuten Auftreten einer Herpesinfektion sind die Symptome
meistens nur auf die Augen und nicht mehr auf den Atmungstrakt konzentriert.
Häufig ist auch nur ein Auge betroffen. Die Anzeichen einer erneuten
Infektion sind das Zukneifen des betroffenen Auges, eine Rötung der
Bindehaut und anhaltender Augenausfluß. Zusätzlich entstehen
durch die Vermehrung der Viren feine schmerzhafte Risse im Hornhautepithel.
Durch die Infektion des Auges mit den Herpesviren können zusätzlich
weitere Krankheitsbilder am Auge entstehen: eine bisweilen verminderte
Tränenproduktion kann zu einem trockenen Auge führen; die Entstehung
eines Sequesters ist möglich; Ausbildung einer eosinophilen Keratitis.
zurück
Warum kommt es zu erneuten Infektionen
mit dem Herpesvirus?
Das Herpesvirus der Katze kann oft nicht von der körpereigenen
Abwehr eliminiert werden. Es zieht sich ähnlich wie beim Menschen
in die Nervenbahnen zurück und tritt dann in Stressituationen wieder
in Erscheinung. Die Art des Stresses, welcher ein erneutes Ausbrechen
der Infektion hervorruft ist vielfältig: Umzug, neues Haustier, Impfung,
Erkrankung anderer Natur, Behandlung mit Immunsuppressiva etc.
zurück
Behandlung der Herpesinfektion
am Auge
Die Behandlung der felinen Herpesviruserkrankung ist relativ aufwendig,
da alle 2-3 Stunden der die Viren hemmende Wirkstoff in das Auge appliziert
werden muß, da das Medikament sonst nicht in einer ausreichenden
Konzentration im Auge vorliegt und somit die Viren nicht hemmen kann.
Zusätzlich muß zum Schutz vor einer möglichen begleitenden
bakteriellen Infektion ein Antibiotikum in den selben Intervallen in das
Auge gegeben werden.
zurück
|